Berner Group investiert in die Zukunft
1. Oktober 2025Der Handelskonzern Berner hat sich nach eigenen Angaben im Wirtschaftsjahr 2024/2025 erfolgreich gegen ein massiv eingebrochenes Branchenumfeld gestemmt. Das Unternehmen verteidigte die Umsatzmarke von 1,1 Milliarden Euro und trieb die Zukunftsplanungen mit Millionen-Investitionen in zentrale Bereiche wie Logistik und IT konsequent voran. Trotz der allgemein schwachen Konjunktur gelang es dem B2B-Spezialisten, in mehreren europäischen Ländern seine Marktanteile zu steigern.
Antizyklische Strategie als Wettbewerbsvorteil
Während viele Unternehmen auf die Bremse treten, investiert Berner aus eigener Kraft in das operative Geschäft und in strategische Projekte. „Durch unsere vorausschauende Firmen-Politik konnten wir frühzeitig wirksame Maßnahmen ergreifen, um das Ergebnis stabil zu halten“, sagt Finanzvorstand Christian Dahmen. Das Unternehmen bleibe profitabel und könne so antizyklisch handeln. Dies verschaffe dem Konzern einen Wettbewerbsvorteil, wenn der wirtschaftliche Aufschwung komme.
Logistikoffensive und widerstandsfähige Lieferketten
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf dem europäischen Liefernetzwerk. In Spanien wurden der Warenausgang optimiert und neue ergonomische Arbeitsplätze geschaffen, während in Portugal die Logistikfläche verdoppelt wird. Am Stammsitz in Künzelsau hat zudem das größte Modernisierungsprogramm seit einem Vierteljahrhundert begonnen. Ziel sei der Aufbau einer resilienten Lieferkette, betont Peter Schmidt, der das Kerngeschäft verantwortet. Damit will das Unternehmen die Versorgung bei vulnerablen Produkten vor globalen Risiken schützen und gleichzeitig Kosteneinsparungen von bis zu 15 Prozent erzielen.
Nah am Kunden zum Erfolg
Die robuste Aufstellung mit einem breiten Sortiment und einer starken Außendienstmannschaft zahlte sich aus. Besonders erfolgreich war Berner in Spanien und Portugal, wo die Region ein Umsatzplus von fast 8 Prozent verzeichnete. Auch in Polen und den baltischen Tochtergesellschaften konnte das Unternehmen Marktanteile hinzugewinnen. Im Geschäft mit Großkunden legte man vor allem in Deutschland und Ungarn deutlich zu.
Inhaber lobt die Mitarbeiter
Inhaber Christian Berner, der das Familienunternehmen seit 2012 in zweiter Generation führt, zeigte sich „sehr stolz“ auf die Leistung des Teams. Er hob hervor, dass Berner auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Arbeitgeber sei und niemanden konjunkturbedingt entlassen, in Kurzarbeit oder Zwangsurlaub geschickt habe. Mit Blick auf die Zukunft äußerte Berner die Erwartung, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz die Wirtschaft entschlossen ankurbeln werde.




