Im Werkstattgeschäft geht es voran

Im Werkstattgeschäft geht es voran

4. September 2025 0 Von Jürgen Rinn

Das Werkstattgeschäft bleibt ein wichtiger Stabilitätsfaktor der Kfz-Branche, das bestätigt die aktuellen ZDK-Halbjahresumfrage. Darin bezeichnen 31 Prozent der befragten Betriebe eine gestiegene Nachfrage bei Reparatur und Wartung. Fast 50 Prozent melden stabile Aufträge. Für seine Halbjahresumfrage hatte der ZDK bis zum 2. Juli 478 Autohäuser und Kfz-Betriebe befragt. Das waren von kleineren Betrieben mit maximal 15 Beschäftigten über mittlere (16–50) bis hin zu größeren Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden.

Robustes Werkstattgeschäft

Denn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichten viele Kundinnen und Kunden, sowohl privat als auch gewerblich, auf die kostenintensive Anschaffung eines Neufahrzeugs und investieren stattdessen in die Pflege und Instandhaltung ihres Bestandsfahrzeugs. Damit werden die Fahrzeuge im Durchschnitt immer älter, was sich auf das Servicegeschäft auswirkt. „Reparatur und Wartung sichern derzeit die wirtschaftliche Substanz vieler Betriebe“, erklärt Detlef Peter Grün, Vorsitzender des Zentralverbands des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK).

Mehr Optimismus bei kleineren Kfz-Betrieben

Die Gesamtstimmung ist allerdings etwas getrübt. So beurteilen 43 Prozent der knapp 500 befragten Betriebe die aktuelle Geschäftslage schlechter als noch zu Jahresbeginn, während 44 Prozent ihre Umsatzerwartungen zurückgeschraubt haben. Nur jeweils 20 Prozent sind in beiden Punkten optimistischer. Und je kleiner der Betrieb ist, um so optimistischer wird Einschätzung zum Servicegeschäft. Dabei bewerten 39 Prozent der Betriebe mit bis zu 15 Beschäftigten die Auftragslage bei Reparaturen und Wartungen positiver (“besser” und “eher besser”). Das sind deutlich mehr als bei den mittleren (25%) und größeren (24%) Unternehmen. Dagegen schätzen 17 Prozent der kleineren Betriebe die Auftragsentwicklung bei den Werkstätten negativer (“schlechter” und “eher schlechter”) ein, gefolgt von 20 Prozent der mittleren und 25 Prozent der größeren Unternehmen.

Es gibt noch große Herausforderungen

Neben Überregulierung und Bürokratie sind Steuern und Abgaben, steigende Kosten, Recruiting sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung die Herausforderungen, die Unternehmer in der Kfz-Branche derzeit am meisten beschäftigen. Die Suche nach Auszubildenden, Investitionsdruck durch neue Marken und die Nachfolgeregelung sind für die Unternehmen dagegen deutlich weniger drängende Themen.

Foto: ProMotor/T.Volz

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