Umfrage zeigt: Do-it-yourself hat Grenzen

Umfrage zeigt: Do-it-yourself hat Grenzen

30. September 2025 0 Von Dr. Frauke Hewer

Für die meisten Autofahrer gehört die Verantwortung für das eigene Fahrzeug zum Alltag. Doch wenn es um Wartung und Reparatur geht, ziehen sie eine klare Linie zwischen einfachen Handgriffen und komplexer Technik. Die aktuelle Umfrage des KÜS Trend-Tacho zeigt, wo die Do-it-yourself Mentalität endet und das Vertrauen in die Fachwerkstatt beginnt.

Die mit Abstand häufigste Aufgabe, die Fahrer selbst erledigen, ist die Kontrolle des Reifendrucks. Hier fühlen sich 83 Prozent der Befragten erfahren, weitere zehn Prozent trauen sich die Aufgabe problemlos zu. Auch der Wechsel der Scheibenwischerblätter wird von einer breiten Mehrheit selbstbewusst in Angriff genommen. 63 Prozent haben dies bereits getan, und weitere 24 Prozent würden es sich zutrauen.

Do-it-yourself: Reifenwechsel nicht jedermanns Sache

Schon beim saisonalen Reifenwechsel ist das Bild gespaltener. Zwar hat knapp die Hälfte der Autofahrer damit Erfahrung, doch ein Drittel schließt diese Arbeit für sich kategorisch aus. Noch größer wird die Zurückhaltung, wenn es technisch anspruchsvoller wird. Beim Wechsel der Autobatterie lehnen 40 Prozent einen eigenhändigen Eingriff ab, während nur 37 Prozent ihn bereits selbst durchgeführt haben. Beim Ölwechsel ist die Skepsis noch deutlicher: Eine klare Mehrheit von 55 Prozent möchte davon Abstand nehmen.

Eine unmissverständliche rote Linie ziehen die Autofahrer bei sicherheitsrelevanten Bauteilen. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass ein Wechsel der Bremsbeläge für sie absolut keine Option ist. Auch der Umgang mit Kühl- oder Bremsflüssigkeit kommt für die Mehrheit nicht infrage. Ähnlich zurückhaltend sind die Fahrer bei individuellen Veränderungen am Fahrzeug, dem sogenannten Tuning, das für 77 Prozent kein Thema ist.

Diese realistische Selbsteinschätzung wird von Experten gestützt. „Die meisten sicherheitsrelevanten Arbeiten am Fahrzeug gehören in die Hände von Fachleuten. Das gilt auch fürs Tuning“, erklärt KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler. Er betont, dass viele dieser Veränderungen eine offizielle Abnahme erfordern.

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