Wie TMD Friction beweist, dass Nachhaltigkeit sich auszahlt

Wie TMD Friction beweist, dass Nachhaltigkeit sich auszahlt

28. August 2025 0 Von Dr. Frauke Hewer

Der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit ist in allen Industriezweigen unüberhörbar geworden – auch in der Automobilindustrie. Doch oft wird Umweltschutz als reiner Kostenfaktor oder Greenwashing missverstanden. Der aktuelle ESG-Bericht des Bremsbelagherstellers TMD Friction zeigt aber: Nachhaltigkeit ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch ein Motor für finanzielle Vorteile und operative Exzellenz. Die Zahlen von TMD Friction belegen, dass grüne Initiativen sich auch in schwarzen Zahlen niederschlagen können.

Fortschritte bei den Emissionen

TMD Friction hat im Jahr 2024 signifikante Meilensteine erreicht. Das Unternehmen konnte seine CO2-Emissionen für Scope 1 und 2 im Vergleich zu 2021 um 46 Prozent reduzieren. Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus unternehmenseigenen oder kontrollierten Quellen, während Scope 2 die indirekten Emissionen aus zugekauftem Strom, Wärme oder Kühlung darstellt. Der Erfolg resultiert laut Unternehmensangaben aus einer Kombination von Maßnahmen, darunter die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, effizientere Prozesse, verbesserte Abfallentsorgung und innovative Produktentwicklung. Ein weiteres Highlight ist die Reduktion flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) um 31 Prozent, womit das ehrgeizige Ziel von 20 Prozent Reduktion bis 2040 bereits deutlich übertroffen wurde – dank Investitionen in neue Technologien und der Entwicklung eines VOC-freien Klebers.

Bereits 52 Prozent der benötigten Energie bezieht TMD Friction aus erneuerbaren Quellen und rückt damit dem Ziel näher, bis 2030 ausschließlich auf erneuerbare Energien zu setzen. Zudem konnte der Gesamtenergieverbrauch durch die Modernisierung von Anlagen, das effiziente Management von Druckluftleckagen und die Optimierung der Wärmerückgewinnung um weitere 3 Prozent gesenkt werden. Eine spezialisierte Energiemanagement-Software ermöglicht dabei eine transparente Analyse der Energiekosten und -quellen.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus: Über 631.000 Euro Einsparungen durch Mitarbeiterinitiativen

Besonders bemerkenswert ist, wie TMD Friction seine Belegschaft aktiv in die Reise in Richtung Nachhaltigkeit einbezieht. Über das interne Kaizen-Programm ermutigt das Unternehmen seine Mitarbeiter weltweit, eigene Verbesserungsinitiativen zu entwickeln und umzusetzen. Im Jahr 2024 wurden 162 solcher Projekte realisiert, von denen neun einen direkten Nachhaltigkeitsfokus hatten. Diese neun Projekte erzielten zusammen Einsparungen von über 631.000 Euro in den weltweiten Abläufen.

Ein herausragendes Beispiel hierfür ist ein Kaizen-Projekt zur Gestaltung nachhaltigerer Verpackungen. Hier wurde eine innovative Wabenstruktur aus vollständig recyceltem Papier entwickelt, die sich in Tests als funktionale Alternative zu 19 verschiedenen Schaumstoffarten erwies. Diese Umstellung reduziert nicht nur die Umweltbelastung erheblich, sondern demonstriert auch das Potenzial für Kostenersparnisse durch intelligente Materialwahl. David Baines, CEO und President von TMD Friction, betont die entscheidende Rolle des Engagements der Mitarbeiter für das Erreichen dieser anspruchsvollen Ziele.

Ganzheitlicher Ansatz: Von Abfallmanagement bis 2040

Über CO2-Emissionen und Energie hinaus verfolgt TMD Friction auch ehrgeizige Ziele im Abfallmanagement. Mit seiner 5R-Strategie – vermeiden (refuse), verringern (reduce), wiederverwenden (reuse), umfunktionieren (repurpose) und recyceln (recycle) – strebt das Unternehmen an, die Deponieabfälle bis 2025 um 20 Prozent, bis 2030 um 50 Prozent und bis 2040 um 70 Prozent zu reduzieren. Im Jahr 2024 konnte das innerbetriebliche Recycling bereits um 14 Prozent gesteigert werden.

Ein kreatives Beispiel für lokalen Umweltschutz kommt aus Mexiko, wo Altholz an ein lokales Unternehmen gespendet wird, das daraus Möbel fertigt. So konnten allein im Jahr 2024 16 Tonnen Holz einer Deponierung entzogen und einer sinnvollen Wiederverwertung zugeführt werden.

2025: Ein entscheidendes Jahr

Nach einem erfolgreichen Jahr 2024 sieht TMD Friction das Jahr 2025 als entscheidend für die weitere Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans 2040. Das Unternehmen wird weiterhin daran arbeiten, zusätzliche Quellen für erneuerbare Energien zu erschließen, kritische Stoffe zu eliminieren und den Einsatz recycelbarer Verpackungen weiter zu erhöhen.

Die Ergebnisse von TMD Friction zeigen, dass ein umfassendes Nachhaltigkeitsengagement nicht nur die Reputation eines Unternehmens stärkt und den Anforderungen des Marktes gerecht wird, sondern auch direkten positiven Einfluss auf die Bilanz hat. Für Entscheider in der Kfz-Ersatzteilbranche bietet dies einen klaren Wegweiser: Investitionen in Nachhaltigkeit sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit und Profitabilität des eigenen Unternehmens.

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