Smart Labels: Wenn das Etikett mit der Warenwirtschaft spricht

Smart Labels: Wenn das Etikett mit der Warenwirtschaft spricht

4. August 2020 0 Von Dr. Frauke Hewer

Schlaue Etiketten, die man auch smart Labels nennt, können viele Prozesse in der Logistik vereinfachen. Sie kommen vollkommen ohne Papier aus. Stattdessen setzen sie auf eine Kombination aus E-Paper und RFID-Tags. Damit können sie direkt in die Warenwirtschaft integriert werden und tragen dadurch dazu bei, papierlos und optimiert die Warenströme zu begleiten.

E-Paper macht auf smart labels RFID-Daten sichtbar

Die Digitalisierung von Prozessen hält in vielen Unternehmen Einzug. Die Partnerschaft vom RFID- und E-Paper-Technologie Spezialist Faubel aus Melsungen und der IT-Dienstleister Sycor aus Göttingen ermöglicht eine dynamische Beschriftung von Objekten. Über RFID-Tags angesteuerte E-Paper-Displays agieren beim smart Label im Zusammenspiel mit SAP ERP-Prozessen. Über ein mobiles Endgerät können die RFID-Daten direkt mit SAP ERP-Systemen ausgetauscht und verarbeitet werden. Das E-Paper-Display bildet die auf dem RFID-Tag gespeicherten, aktuellen und veränderlichen Daten ab. Logistikprozesse werden somit optimiert und papierlos gestaltet.

Mit dem Competence Center RFID verfügt die Firma Faubel über jahrelange Expertise, aus dem die Smart Labels entstanden sind. Hierbei handelt es sich um Etiketten auf E-Paper-Basis mit bestückten RFID-Tags. Auf einem E-Paper-Display werden die Informationen der Tags zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Papieretiketten können die dargestellten Texte, Ziffern, Codes oder Piktogramme jederzeit im laufenden Prozess aktualisiert werden.

Die smart Labels ersetzen so klassische Papieretiketten. Sie sind damit eine ideale Kennzeichnung für Objekte, die eine dynamische Beschriftung erfordern. Diese Kennzeichnung ist vor allem für wiederverwendbare Behälter in Kanban- und Closed-Loop-Prozessen sinnvoll. Die Smart Labels werden batterielos betrieben, sind somit wartungsfrei, langlebig und vielseitig einsetzbar. Sie können, abhängig vom Objekt und der Anwendung, verschraubt, verklebt, eingeschoben oder durch ein Klett angebracht werden.

Etiketten in den Prozess integrieren

Visualisierte Informationen an Produkten und Gebinden in der internen Logistik können über die Smart Label gewährleistet werden. Hierbei erfolgt der Datenaustausch über ein mobiles Endgerät, welches direkt mit dem SAP ERP Backend-System verbunden ist. Sycor übernimmt hierbei die Integration des Datenaustauschs und der Verarbeitung in Business Prozessen. „Die Firma Sycor unterstützt uns seit vielen Jahren bei SAP ERP Themen und verfügt über langjährige Erfahrung und das notwendige Know-how mit unseren Produkten. Da SAP in Supply Chain Prozessen einer der führenden Softwareanbieter im deutschsprachigen Raum ist, haben wir uns dazu entschlossen, gemeinsam eine integrierte Lösung zu entwickeln, die wir gemeinsam implementieren können“, sagt Frank Jäger, Geschäftsführer bei Faubel.

Der stetige Datenaustausch zwischen dem Smart Label und SAP ERP-System schafft ein effizientes Arbeiten. Manuelle Dateneingaben entfallen, Prozessinformationen können zum Tracking weitergegeben werden. Somit werden Bearbeitungszeiten verkürzt, Daten aktuell gehalten und Prozesse etabliert. „Gemeinsam mit der Firma Faubel bieten wir eine Komplettlösung an, die Logistikprozesse digitalisiert, effizient gestaltet und direkte Auswirkung auf SAP ERP-Prozesse hat“, meint Oliver Mittermeier, Leiter der Einheit Managed Service SAP, der Sycor.

Foto: Dejan Jekic, Herausgeber: SYCOR GmbH

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