Dämpfer für den Umweltbonus

Dämpfer für den Umweltbonus

26. Februar 2021 0 Von Jürgen Rinn

Zum ersten Mal, seit der Einführung der Subventionen für Elektroautos und Plug-In-Hybride ist die Zahl der Förderanträge für den Umweltbonus gesunken. Man kann sogar von einem Absturz sprechen.

Kamen im November 28.965 Käufer und im Dezember sogar 43.671 Kunden in den Genuss der geradezu verschwenderischen Förderungen, so gingen im Januar 2021 lediglich 16.316 Anträge bei der zuständigen Bundesanstalt BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ein, die für die Verteilung der Subventionen zuständig ist. Und dies, obwohl nicht nur der Kauf, sondern auch der anschließende Betrieb der Fahrzeuge staatlich erheblich begünstigt wird.

Antragsflut für Umwelbonus: abgebremst

Insgesamt 259 (Vormonat: 293) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind ein Rückgang von 11,6 Prozent. Der Landesanteil im Januar für Bremen und Bremerhaven betrug 0,65 Prozent. Insgesamt sind bisher 2.474 Umweltboni, die sich mit dem Zuschuss von Herstellern auf rund 9.000 Euro summieren, genehmigt worden, teilt man bei der Innung des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks Bremen mit.          

Erfolg der Elektromobilität hängt vom Umweltbonus ab                            

„Der Lockdown mit den umstrittenen Schließungen der Autohäuser zeigt auch bei der Förderung der Elektromobilität seine negativen Seiten. Im Januar sind Fördergelder für 102 (Vormonat: 136) reine batteriebetriebene Neuwagen und wie im Dezember 157 für Plug-in-Hybride bewilligt worden.“

Hans Jörg Kossmann, Obermeister der Kfz-Innung-Bremen

Sorgenkind Ladeinfrastruktur

Angeschoben durch die hohe staatliche Förderung nehme das Kaufinteresse für Elektro-Pkw auch an der Weser stetig zu, sagte Kossmann in diesem Zusammenhang. Vielerorts fehle es aber noch an einer Ladeinfrastruktur, die mit dem Elektroautoboom Schritt halte. Erforderlich sei ein Ladenetz auch an den Autobahnen. Eine besondere Herausforderung bleibe dabei die Ladeinfrastruktur für Busse und Lastwagen.

Lockdown geht an die Substanz des Automobilhandels

Der weiter andauernde Lockdown geht an die Substanz des Automobilhandels. Laut ZDK-Präsident Jürgen Karpinski werde es immer schwieriger, Aufträge zu generieren. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen ZDK-Blitzumfrage unter 2 032 Betrieben. Demnach gingen die Auftragseingänge im Privatkundengeschäft bei Neuwagen im Januar 2021 um 60 Prozent und im Februar 2021 um 58 Prozent jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.

Foto: Auto-Medienportal.Net

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