Thomas Vollmar nimmt den Hut

Thomas Vollmar nimmt den Hut

19. Mai 2021 0 Von Dr. Frauke Hewer

Die Carat Gruppe macht sich an den Generationenwechsel: Thomas Vollmar will sich nach nunmehr 25 Jahren an ihrer Spitze aus der Carat zurückziehen. Allerdings wird er der Branche vielleicht als GVA-Präsident erhalten bleiben. Er macht im Hause Carat den Weg frei für Christian Gabler.

Thomas Vollmar hat die Carat Gruppe seit ihrer Gründung im Mai 1997 maßgeblich geprägt. Das Unternehmen war aus den drei Altkooperationen ad-AUGROS, drive-Verbund und TS-Union hervorgegangen. Durch die Gründung der Carat Systementwicklungs- und Marketing GmbH & Co. KG hat sich für die angeschlossenen Großhändler einiges geändert. Damals war der feie Reparaturmarkt geprägt von selektiven und mehrstufigen Vertriebsstrukturen, die letztlich zu gravierenden Wettbewerbsverzerrungen auf der Handelsebene führten.

Thomas Vollmar hat die Carat Gruppe geprägt

Um dieser Situation entgegen zu wirken, wurde die Carat gegründet. Mit dieser neuen Konstellation wollte man den mittelständischen Teilehändlern eine langfristige Perspektive in einem immer aggressiver werdenden Markt bieten. Thomas Vollmar hat sich von Anfang an stark für seine Gesellschafter eingesetzt.

Gründung der Carat Gruppe 1997
Gründung der Carat Gruppe 1997. Thomas Vollmar, Horst Schmidt und Hanspeter Gründel (v.l.n.r.). Foto: Carat Gruppe

Die Hindernisse in den ersten Jahren waren vielschichtig. So galt es für die Carat zum einen, die Werksvertreterstrukturen im Markt aufzubrechen und somit den Gesellschaftern freien Zugang zu allen Marken und Produkten zu ermöglichen. Die Fusion der drei Altkooperationen brachte ebenfalls einige Schwierigkeiten mit sich.

Carat als Einheit

Denn Thomas Vollmar und seine Mannschaft hatten die große Aufgabe, aus heterogenen und sehr eigenständigen mittelständischen Unternehmen eine Einheit zu schaffen und ein Zusammenwachsen der Gesellschafter zu unterstützen. Dies ist ein Prozess, der bis heute anhält. Denn ohne Zweifel hat in einem solchen Verbund das einzelne Gesellschafter-Unternehmen auch immer eigene Interessen, die es gern durchsetzen möchte.

Trotz allem – oder gerade deshalb – war und ist die Geschichte der Carat eine Erfolgsgeschichte. Entscheidend für die Entwicklung des Unternehmens war die Gründung der ad-Cargo im Jahr 2004. Mit dieser Entscheidung haben die Gesellschafter einen richtungsweisenden Schritt in die Zukunft getan. Denn so wurden die Weichen für die Belieferungssicherheit der Carat-Gesellschafter und deren Zugang zu allen Waren sichergestellt. ad-Cargo stellt die Versorgung der Gesellschafter mit Ware sicher. Sowohl in der Tagesbelieferung in der Region als auch über Wochenbelieferung oder per Nachtexpress in ganz Deutschland. Die Carat-Gesellschafter haben durch ad-Cargo heute Zugriff auf einen gigantischen Warenbestand.

So hat sich die Carat Gruppe entwickelt

ad-Cargo war der erste Schritt heutigen Logistik-Standort in Castrop- Rauxel, welcher zu den sehr leistungsfähigen Verteilerzentren im deutschen Kfz-Teilehandel zählt. Nach einer dreijährigen Konzeptions- und Realisierungsphase konnte zum 01.07.2009 das neue Logistikzentrum gestartet werden.

Mit der Standortzentralisierung 2007 in Mannheim wurden für die Carat wichtige Weichen gestellt. 2007 zogen im ersten Schritt die Mitarbeiter aus Eschborn nach Mannheim, 2008 folgte der Umzug des Standortes Leinfelden-Echterdingen. Die dadurch erfolgte Verkürzung der Kommunikationswege und der direktere Kollegenaustausch sollte die Leistungsfähigkeit der Carat stärken.

Nun geht in Mannheim eine Ära zu Ende. Mit dem Rückzug von Thomas Vollmar wird eine Zäsur stattfinden.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns möglich ist, mit Christian Gabler die Geschäftsleitung der Carat intern zu erweitern und nachzubesetzen. Nach über 10 erfolgreichen Jahren in der Carat bringt er nicht nur das notwendige interne Wissen mit, sondern verfügt darüber hinaus über umfassende Branchenkenntnisse und Netzwerke.“

Thomas Vollmar
Hier klicken und Beitrag bewerten
Ihre Bewertung hilft uns dabei, unser Angebot noch besser zu machen.